Geschäftsbericht 2025

Vermögensanlage

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2025 war von Unsicherheit, sinkenden Zinsen und einer schwächeren Wirtschaft geprägt. Trotzdem blieben die Märkte stabil. Anlagen in Aktien entwickelten sich positiv, während die in Obligationen uneinheitlich verliefen. Der starke Schweizer Franken belastete die Exportwirtschaft, stärkte aber die Kaufkraft in der Schweiz.

Geopolitik, Geldpolitik und Konjunktur im Rückblick

Das Jahr 2025 war von hoher geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheit geprägt. Zwar blieb das globale Wirtschaftswachstum insgesamt positiv, schwächte sich im Jahresverlauf jedoch spürbar ab. Vor allem die von der US-Regierung angekündigten und teilweise umgesetzten Zollerhöhungen führten zu Verwerfungen an den Finanzmärkten und belasteten den Welthandel. Gleichzeitig ging die Inflation in den meisten Regionen weiter zurück.

Die US-Wirtschaft zeigte sich trotz fiskalischer Ungleichgewichte und einer moderaten Abkühlung robust. Europa blieb konjunkturell fragil, während China weiterhin unter der Immobilienkrise, dem schwachen Binnenkonsum und den Handelskonflikten litt. Auch die Schweizer Wirtschaft konnte sich der globalen Abschwächung nicht entziehen: Eine steigende Arbeitslosigkeit und die deutliche Aufwertung des Schweizer Frankens belasteten die Konjunktur. Die Geldpolitik war klar expansiv ausgerichtet. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) senkte den Leitzins auf 0,0%, während die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank ihren Lockerungskurs ebenfalls fortsetzten.

Aktien

Die Aktienmärkte entwickelten sich 2025 mit hoher Volatilität insgesamt sehr erfreulich. Die US-Zollankündigungen zum «Liberation Day» im zweiten Quartal lösten zunächst starke Kursrückgänge aus. Nach der temporären Aussetzung eines Grossteils der Zölle reagierten die Märkte rasch und erholten sich wieder. US-Aktien zeigten sich übers gesamte Jahr hinweg widerstandsfähig. Trotz hoher Bewertungen – insbesondere im Technologiesektor – stützten solide Unternehmensgewinne, Zinssenkungserwartungen und die führende Rolle der USA im Bereich künstlicher Intelligenz die Kurse. Gegen Jahresende nahm die Skepsis gegenüber hoch bewerteten KI-Titeln jedoch zu. Europäische Aktien profitierten von attraktiven Bewertungen, defensiven Sektoren und steigenden Verteidigungsausgaben, was zu einer insgesamt stabilen und positiven Entwicklung führte.

Auch der Schweizer Aktienmarkt entwickelte sich äusserst erfreulich. Defensive Branchen, überzeugende Unternehmenszahlen und die relative Attraktivität im internationalen Vergleich resultierten in einer hohen Performance. Schwellenländeraktien zeigten insgesamt ebenfalls sehr positive Ergebnisse.

Obligationen

Die Obligationenmärkte waren 2025 sowohl von geldpolitischen Lockerungen als auch von zunehmenden fiskalischen Risiken geprägt. In den USA sorgten hohe Haushaltsdefizite und die Herabstufung des Kreditratings durch Moody’s für Zurückhaltung, während die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen weitgehend stabil blieben.

In Europa führten Zinssenkungen der EZB zwar zu geldpolitischer Entlastung, steigende Verteidigungsausgaben, höhere Schuldenquoten sowie die Herabstufung des Kreditratings von Frankreich verhinderten jedoch deutlich sinkende Renditen.

Anleihen in Schweizer Franken verzeichneten im Jahresverlauf zwar Schwankungen, blieben insgesamt aber weitgehend unverändert – trotz sinkender Leitzinsen und ihrer Rolle als sicherer Hafen.

Globale Obligationen litten zusätzlich unter hohen Kosten für die Währungsabsicherung sowie unter der Abwertung des US-Dollars. Eine positive Ausnahme bildeten Unternehmensanleihen, die von sinkenden Zinsen profitierten und damit eine klar positive Entwicklung in Schweizer Franken verzeichneten.

Geldmarkt und Zinsen

2025 war ein Jahr sinkender Leitzinsen: Die SNB senkte den Leitzins schrittweise bis auf 0,0%, unterstützt durch eine sehr tiefe Inflation und eine sich abschwächende Konjunktur. Auch die EZB reduzierte ihre Leitzinsen weiter, während die US-Notenbank im Jahresverlauf ebenfalls Zinssenkungen vornahm. Vor diesem Hintergrund gingen die Renditen im Geldmarkt spürbar zurück. Geldmarktanlagen boten weiterhin Stabilität, erzielten jedoch im Vergleich zu den Vorjahren nur noch moderate Erträge.

Währungen

Der Schweizer Franken bestätigte 2025 erneut seinen Status als sicherer Hafen. In einer Phase erhöhter geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheit wertete er deutlich auf. Besonders ausgeprägt war die Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken, ausgelöst durch Rezessionsängste, wachsende Haushaltsdefizite und die Unsicherheit rund um die US-Zollpolitik. Auch der japanische Yen, der chinesische Yuan und das britische Pfund standen unter Druck, während sich der Euro gegenüber dem Schweizer Franken vergleichsweise stabil zeigte. Diese Entwicklung belastete die Schweizer Exportwirtschaft, dämpfte jedoch gleichzeitig die Inflation und stärkte damit die Kaufkraft im Inland.

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